Zum Inhalt springen

Können Monteure auf der Baustelle mit dem Handy im Firmenwissen nachschlagen?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Der Zugang zu einer KI-Wissensdatenbank läuft über den Browser mit Anmeldung, auch am Handy oder Tablet. Ob und wie der Zugriff von unterwegs freigeschaltet wird, legen wir mit Ihnen fest. Der Monteur tippt oder diktiert seine Frage und bekommt eine Antwort mit Verweis auf das Dokument, aus dem sie stammt. Vorher sollte geklärt sein, welche Unterlagen dort überhaupt hineingehören.

In Kürze

  • Gefragt wird in normaler Sprache, so wie man einen Kollegen im Büro fragen würde.
  • Jede Antwort zeigt die Fundstelle, etwa die Seite in der Montageanleitung.
  • Es braucht nur einen Browser und eine Anmeldung, keine eigene App.
  • Was nicht eingelesen ist, kann die Wissensdatenbank nicht wissen; sie sagt dann, dass sie nichts gefunden hat.

Eine KI-Wissensdatenbank ist eine Art Suchmaschine für die eigenen Unterlagen des Betriebs, die Fragen in normaler Sprache versteht. Der Zugang läuft über den Browser, auch am Handy oder Tablet; ob und wie er von der Baustelle aus freigeschaltet wird, legen wir mit Ihnen fest. Der Monteur meldet sich an, tippt oder diktiert seine Frage und bekommt eine Antwort mit Verweis auf das Dokument, aus dem sie stammt. Damit das im Alltag hilft, muss vorher klar sein, welche Unterlagen hineingehören.

Welche Fragen stellen Monteure typischerweise?

Meistens solche, für die sie heute im Büro oder beim Meister anrufen. Ein paar Beispiele, wie sie aus verschiedenen Gewerken kommen könnten:

  • „Welches Anzugsmoment gibt der Hersteller für die Befestigung dieses Torantriebs an?“
  • „Welche Fliesenfarbe hat die Kundin im Bad im Obergeschoß ausgesucht?“
  • „Wie war bei diesem Kunden vor fünf Jahren die Heizung verrohrt?“
  • „Was steht in der Montageanleitung zur Mindestneigung bei diesem Dachfenster?“
  • „Was wurde mit dem Bauleiter zur Ausführung der Stiegenkante vereinbart?“

Die Antworten stehen irgendwo im Betrieb: in einer PDF-Anleitung, in einer Mail, in einem eingescannten Protokoll. Die Wissensdatenbank sucht die passende Stelle heraus und fasst sie zusammen.

Wie sieht das auf dem Handy aus?

Ähnlich wie ein Chat. Oben steht die Frage, darunter die Antwort in ein paar Sätzen. Unter der Antwort steht, aus welchem Dokument sie kommt, etwa „Montageanleitung Torantrieb, Seite 12“. Mit einem Tipp öffnet sich das Original. Das ist wichtig, weil der Monteur bei Maßen, Drehmomenten oder Sicherheitsangaben immer selbst nachsehen sollte, statt sich nur auf die Zusammenfassung zu verlassen.

Eine eigene App braucht es nicht. Der Zugang läuft über den Browser, den jedes Handy ohnehin hat. Viele legen sich die Adresse als Symbol auf den Startbildschirm.

Was bringt das dem Büro?

Weniger Unterbrechungen. Jeder Anruf von der Baustelle reißt jemanden im Büro aus der Arbeit, und oft muss auch dort erst gesucht werden. Wenn der Monteur einen Teil seiner Fragen selbst beantworten kann, bleibt dem Büro mehr Ruhe für Angebote und Abrechnung.

Für den Meister oder Chef gilt dasselbe. Fragen wie „Wie haben wir das beim letzten Mal gemacht?“ landen sonst fast immer bei der Person mit der meisten Erfahrung.

Was muss vorher geklärt sein?

Ein paar Punkte, die Sie vor dem Einsatz auf der Baustelle klären sollten:

  1. Welche Unterlagen fließen ein? Montageanleitungen, Datenblätter, Auftragsunterlagen und Absprachen sind sinnvoll. Lohnlisten, Personalakten und vertrauliche Kalkulationen gehören in der Regel nicht hinein.
  2. Wer bekommt eine Anmeldung? Jeder Monteur mit eigenem Zugang oder ein gemeinsamer pro Partie, das ist eine Frage der Organisation.
  3. Wie werden neue Unterlagen abgelegt? Was in die vereinbarten Ordner kommt, wird laufend nachgelesen. Was nur am privaten Handy eines Mitarbeiters liegt, nicht.
  4. Wann wird trotzdem angerufen? Bei Sicherheitsfragen, Abweichungen vom Plan oder Unklarheiten bleibt der Anruf beim Verantwortlichen richtig.

Wo liegen die Daten?

Das Handy zeigt nur die Antwort an, gespeichert werden die Unterlagen dort nicht. Sie liegen auf einem Server, den Ihr Betrieb für sich allein hat, bei Hetzner im deutschen Falkenstein. Für das Lesen gescannter Seiten und das Formulieren der Antworten nutzt die Wissensdatenbank Microsoft Azure in der EU-Datenzone, ohne dass Ihre Dokumente zum Training eines Modells dienen. Wer das Haus gar nicht verlassen möchte, kann das System auch auf einem eigenen Rechner im Betrieb betreiben lassen.

Wo sind die Grenzen?

Die Wissensdatenbank weiß nur, was eingelesen ist. Steht eine Absprache nur im Kopf des Bauleiters, findet sie sie nicht. Bei Statik, Brandschutz, Elektrosicherheit oder Normen ersetzt sie nicht die Prüfung durch die Fachkraft. Und bei sehr schlechtem Empfang, etwa im Keller eines Altbaus, hilft auch die beste Suche nichts.

Wie die Wissensdatenbank aufgebaut ist und woran sie gemessen wird, steht auf der Seite KI-Wissensdatenbank.

Häufige Fragen

Funktioniert das auch, wenn auf der Baustelle schlechter Empfang ist?

Die Wissensdatenbank braucht eine Internetverbindung, weil sie auf einem Server läuft. Bei sehr schlechtem Empfang dauert die Antwort länger oder kommt nicht. Ein Ausdruck der wichtigsten Unterlagen ersetzt sie in Kellern ohne Netz nicht.

Sieht jeder Monteur dann auch Kalkulationen und Löhne?

Nur wenn diese Unterlagen eingelesen werden. Sie legen vorher fest, welche Ordner und Postfächer einfließen. Lohnunterlagen oder vertrauliche Kalkulationen lassen Sie einfach draußen.

Kann der Monteur auch per Sprache fragen?

Am Handy lässt sich die Diktierfunktion der Tastatur verwenden, die viele Smartphones mitbringen. Die Frage wird dann als Text eingegeben.

Wollen Sie das für Ihren Betrieb klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

Vorführung anfragen

Lieber gleich reden? Rufen Sie an:
+43 699 17119818